Monatsarchiv: August 2014

Aug 11

Die Globalisierung..

.. des Antisemitismus ist das Thema eines lesenswerten Gastbeitrags von Ulrich Beck in der heutigen SZ. In globalisierter Welt ist „die Unfähigkeit zu unterscheiden“ noch folgenreicher: manche Meinungen oder Zuordnungen können nur antisemitisch verstanden werden, so verwundert oder absichtslos der Absender auch ist oder tut. –  Nicht mit Leugnen, auch nicht bei reinstem Gewissen.., sondern nur mit neuer, größerer Wachheit und: mit Zeit zur Beobachtung (zweiter Ordnung.. wie wir es systemisch dann nennen) bekommen wir den real erlebten Antisemitismus gezähmt. Und verringert.

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Aug 08

Edith Stein 1891 – 1942

E.Stein Denkmal Köln, Börsenplatz„Der Verstand zieht aus, um die höchste und letzte Wahrheit zu finden, und entdeckt, dass all unser Wissen Stückwerk ist.“
Ein gelassenes, überhaupt nicht resignatives (Zwischen-)Fazit am Gedenktag der  aus einer jüdischen Familie stammenden . Während des 1. Weltkriegs arbeitet sie im Lazarett, dann widmet sie sich wieder der Philosophie, promoviert und ist Assistentin bei Husserl. Später wird sie Lehrerin, dann konvertiert sie zum katholischen Glauben und tritt in den Karmel in Köln ein. Vor den Nazis geflohen wird sie entdeckt und am 9.8.42  in Ausschwitz ermordet. Ihr Buchprojekt „Kreuzeswissenschaft“ bleibt unvollendet.
Der polnische Papst ernennt sie zusammen mit Birgitta von Schweden und Katharina von Siena im Jahr 2000 zur Patronin Europas.

Ein eindrückliches Denkmal von Bert Gerresheim am Kölner Börsenplatz erinnert an sie.

Bild: bilderbuch-koeln.de

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Aug 05

mamnou – Verboten, Ägypten 2011

Verboten_Amal Ramsis_140808Die letzte Station des vierteiligen Programms Bagdad-Aachen, einem Beitrag von Kaleidoskop-Filmforum in Aachen zum  Karlsjahr 2014, ist am Fr 8. August 2014 um 19.30h in der KHG Aachen zu sehen.

VERBOTEN, ein Film der ägyptischen Juristin und Filmemacherin Amal Ramsis, Direktorin des internationalen Kairoer Frauenfilmfestivals, berichtet mit genauem Blick und einer guten Portion Humor von absurden Verboten, der allgegenwärtigen Zensur und der aufgestauten Wut angesichts dieser Verbote kurz vor dem Ausbruch der Rebellion in Ägypten am 25. Januar 2011.

Nach Einschätzung der Interviewpartner im Film, übertreten ägyptische Bürger durchschnittlich pro Tag zehn bis fünfzehn Mal irgend ein Verbot.
Amal Ramsis hatte die größten Schwierigkeiten, draußen zu drehen und musste viele Listen anwenden, um ihren Film herzustellen.
Ironisch wandte sie sich an die Behörden: „Lieber Zensor, das ist ein kleiner Ausschnitt meines Films, den ich ohne jede Erlaubnis Ihrer Behörde gedreht habe. Ich bin sogar noch weiter gegangen und habe die Straßen ohne polizeiliche Erlaubnis gefilmt. Aber Sie brauchen sich nicht zu sorgen, ich habe nicht viel in den Straßen gedreht. Denn das ist richtig gefährlich geworden. Die Polizei ist in der ganzen Stadt präsent, in jeder Straße in ganz Ägypten. Ich bin dennoch nicht die Einzige, die so filmt und ich werde nicht die Letzte sein. Und wenn filmen ohne Erlaubnis der Zensur- oder der Sicherheitsbehörde ein Verbrechen ist, dann übernehme ich allein die ganze Verantwortung dafür. Vielen Dank. Kairo, den 1. Januar 2011“.

Der Ablauf des Filmabends: 19 Uhr Einlass; bis 19 h 30 erklingt Musik von Tania Saleh und Rabih Abou-Khalil. 19 h 30 Begrüßung und Filmvorführung.

Im Anschluss an die Filmaufführung steht Dr. Maria Haarmann, Regionalreferentin Nordafrika und Naher Osten bei Misereor zum Gespräch an der Filmbar zur Verfügung.

Tickets an der Abendkasse (10€), Vorverkauf (8€) an allen üblichen Stellen und bei Buchhandlung Schmetz, Münsterplatz 7 – 9, 52 062 Aachen.

Kaleidoskop-Filmforum in Aachen realisiert das Programm Bagdad-Aachen_Macht – Repräsentation – Toleranz mit freundlicher Unterstützung von Stadt Aachen, Jugend- und Kulturstiftung Sparkasse Aachen, katholische Hochschulgemeinde Aachen, 27 Films Productions, Buchhandlung Schmetz am Dom und weiteren Partnern. Oberbürgermeister Marcel Philipp hat die Schirmherrschaft übernommen.

Von jedem verkauften Ticket stellt Kaleidoskop einen Anteil der Syrien-Flüchtlingshilfe von Misereor als Spende zur Verfügung.

Foto: VERBOTEN von Amal Ramsis – © Amal Ramsis

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